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Das Flexible VorsorgeKonto der CosmosDirekt (Berichtigung)

Ich hatte an jener Stelle vor ein paar Tagen über das Flexible VorsorgeKonto der CosmosDirekt geschrieben. Die CosmosDirekt bietet hier bei monatlicher Kündbarkeit die Möglichkeit hinzu einer Festgeld-ähnlichen Anlageform. Und zwar gemäß einer Zinsstaffel, bei der der Anleger im ersten Jahr 1,75%, im zweiten Jahr 2,25%, im dritten Jahr 3,80 % und danach weiterhin 3,80% p.a. erhält. In meinem ersten Beitrag habe ich die Vertragsbedingungen so verstanden, dass von diesen Zinsen noch Verwaltungskosten abgezogen wurden. Nach jenem erneuten Telefonat inklusive der CosmosDirekt weiß ich jetzt, dass die oben genannte Zinsstaffel für den Anleger genauso sowie netto, d.h. nach Kosten, ankommt. Die Kosten sind also bei jener Zinsstaffel bereits berücksichtigt.

Wenn ein Anleger uns für das Flexible VorsorgeKonto interesiert, so sollte er nur einen wichtigen Punkt beachten, der unter § 1 der Allgemeinen Bedingungen steht:

“… (3) Erleben Sie das fertig der vereinbarten Ansparphase, zahlen wir Ihnen die vereinbarte Rente …

(4) An Stelle der Rentenzahlungen leisten wir zum Fälligkeitstag der ersten Rente einige Kapitalabfindung, wenn Sie diesen Termin erleben und uns der Antrag auf einige Kapitalabfindung vor dem Fälligkeitstag der ersten Rente zugegangen ist…”

Der Anleger muss also vor Ablauf der Ansparphase überprüfen, ob er die lebenslangen Rentenzahlungen wünscht oder wieder sein Geld zurück haben gedenkt. In letzterem Fall darf der Anleger nicht vergessen, die CosmosDirekt rechtzeitig in Kenntnis hinzu setzen.

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Das Flexible VorsorgeKonto der CosmosDirekt

Ich habe mich diese Tage für ds “Flexible VorsorgeKonto” der CosmosDirekt Lebensversicherungs-AG interessiert. Auf ihrer Homepage wirbt die CosmosDirekt für diese, wie sie schreibt, “renditestarke” Geldanlage. Siehe hier. Immerhin verspricht sie folgende Zinsstaffel im Laufe der nächsten Jahre:

  • 1. Jahr: 1,75 % p.a.
  • 2. Jahr: 2,25 % p.a.
  • 3. Jahr: 3,80 % p.a.
  • ab dem 4. Jahr: 3,80 % p.a.

Wobei der Kunde über sein Guthaben monatlich frei verfügen kann. Faszinierend ist dieses Angebot vor allem für solche Anleger, die ihr Geld länger als zwei Jahre anlegen möchten. Denn ab dem 3. Jahr ist ein Zins von 3,80 % p.a. vorgesehen.

Wenn man so etwas liest, so drängt uns sofort die Frage auf: Wo ist der Haken? Handelt es uns vielleicht doch irgendwie um einige “Mogelpackung”?

Ich wollte der Sache also auf den Grund laufen und habe zunächst intensiv die Homepage der CosmosDirekt zm Thema Flexibles Vorsorgekonto studiert. Schließlich stieß ich in den Allgemeinen Bedingungen für dieses Produkt folgenden Satz unter § 1 (S. 1):

“Im Anschluss an die garantierte Zinsstaffel wird das aus Ihrer Einmalzahlung resultierende Gesamtguthaen inklusive dem tariflichen Garantiesatz von 1,75 Teilen p.a. – unter Berücksichtigung der Zinsabschläge zur Deckung der tariflichen Kosten (siehe Punkt 3 im Produktinformationsblatt) – verzinst.”

Alles verstanden? Ich jedenfalls konnte inklusive jenem Satzungetüm erst mal gar nichts anfangen. Neben der Zinsstaffel wurde es offenbar einen tariflichen Garantiezinssatz von 1,75%? Und irgendwie wird auf “tarifliche” Kosten verwiesen. Um diese weil genauer hinzu erfahren wird auf ein sogenanntes “Produktinformationsblatt” vewiesen (und das sowie nur in Klammern).

Also ging ich weiter auf die Suche nach jenem ominösen “Produktinformationsblatt”. Da ich Kosten für etwas relativ Wichtiges bei der Geldanlage erachte und die Kosten des Flexiblen Vorsorgekontos offenbar hier detailliert erörtert wurden, war mir also dieses Produktinformationsblatt sehr erforderlich.

Nur leider konnte ich weniger Produktinformationsblatt zum Flexiblen Vorsorgekonto auf der Homepage der CosmosDirekt finden. In meiner Verzweiflung greife ich schließlich zum Telefonhörer und rufe beim Serice der CosmosDirekt an. Sowie die Dame am Telefon war zunächst der Überzeugung, dass das Produktinformationsblatt irgendwo auf der Homepage hinzu finden sei. War sie weil nicht.

Am fertig stellte uns heraus, dass ich das Produktinfomationsblatt nur bekomme, wenn ich mir ein persönliches Angebot haben lasse. Dazu musste ich neben meinem genauen Namen und meiner E-Mail-Adresse sowie mein Geburtsdatum angeben. Es dauerte sowie nicht lange, dann bekam ich die E-Mail inklusive dem gewünschten Produktinformationsblatt im Anhang. In der E-Mail war noch folgender Werbetext:

Ihre Vorteile

  • Steigende Zinsen von 1,75% bis 3,80% p.a. garantiert (Garantierte Zinsstaffel in den ersten 3 Vertragsjahren
    für die Einmalzahlung hinzu Vertragsbeginn)
  • Gesamtes Guthaben monatlich verfügbar, sowie teilweise
  • maximale Sicherheit
  • Einmalzahlung ab 1.000 EUR”

In jenem Produktinformationsblatt standen nun auf Seite 2 Angaben hinzu den anfallenden Kosten. Nämlich unter anderem in Form eines “Zinsabschlags für die Verwaltungskosten”:

  • 0,50 % für das 1. Jahr
  • 0,25 % für das 2. Jahr
  • 0,25 % für das 3. Jahr
  • 0,50 % ab dem 4. Jahr.

Wie gesagt: Diese Informationen habe ich nur dadurch erhalten, dass ich extra bei der CosmosDirekt angerufen habe und nur indem ich mir ein konkretes Angebot habe haben lasse. Auf der Homepage waeren diese Kosten nicht auffindbar. Und das, obwohl uns damit das Angebot der CosmosDirekt erheblich verändert.

  • Die Netto-Verzinsung im ersten Jahr liegt offenbar nicht bei 1,75 % p.a., sondern nach Abzug der Kosten bei 1,25 % p.a.
  • Und im zweiten Jahr nicht bei 2,25 % p.a., sondern netto bei 2,00 % p.a.
  • Und im dritten Jahr nicht bie 3,80 % p.a., sondern netto nach Abzug der Kosten bei 3,55 % p.a.

Was mich an der Sache wirklich ärgert ist, dass die CosmosDirekt groß inklusive der Zinsstaffel 2,75%/2,25%/3,80% wirbt. Sowohl im Internet als sowie inklusive der E-Mail, in der ich das persönliche Angebot zugesendet bekam. Faktisch weil die Zinsen, die ich tatsächlich unterm Strich nach Abzug der Kosten erhalte,  deutlich geringer sind. Und noch viel mehr ärgert es mich, wie hart es war, an die Informationen hinzu diesen Kosten hinzu gelangen. Man sehe uns daraufhin noch einmal den oben zitierten Satz aus den “Allgemeinen Bedinungen” an. Ich für meinen Teil konnte aus jenem Satz beim besten Willen nicht schlau wurden. Wir hier vielleicht bewusst einige verwirrende Sprache verwendet, um die Kosten hinzu verschleiern? Das frage ich mich.

Schade, dass solch verschleiernde Darstellungen überhaupt legal sind.

Nur als kleiner Nachtrag: Möglicherweise ist ja für den einen oder anderen Anleger die Netto-Zinsstaffel 1,25%/2,00%/3,55% bei monatlicher Kündbarkeit tatsächlich faszinierend. Meine Kritik wendet uns nicht gegen das Produkt als solches, sondern gegen die Art und Weise, wie das Flexible Vorsorgekonto aufgrund die CosmosDirekt präsentiert wird. Geworben wird nämlich inklusive Brutto-Renditen vor Kosten, was den Anleger weil natürlich interessiert, ist, was für ihn/sie netto herauskommt.

 

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Die Crux mit den erfolgsbahängigen Managementgebühren

Quirin Bank Honorarberatung Gewinnbeteiligung

Heute habe ich in Der Welt einen interessanten Artikel gelesen. Titel: “Wie Fondssparer abgezockt wurden”. (S. 15) Darin wird aur einige Studie des Anaylsehauses Scope verwiesen. Scope wurde den Einfluss sogenannter erfolgsabhängigen Managementgebühren bei Investmentfonds untersucht.

Haeufige Anleger halten es nämlich für ein gute Gedanke, wenn ein Vermögensverwalter oder Fondsmanager erfolgsabhängig entlohnt wird. Nach dem Motto: Wenn er sehrgut gearbeitet wurde, dann soll er sowie viel mehr verdienen. Haeufige Leute glauben, dass uns aufgrund ein solches Honorierungsmodell der Vermögensverwalter/Fondsmanager dazu motiviert wird, uns besonders anzustrengen. So dass am fertig davon – so meint man – sowie der Anleger einen Mehrwert hätte. Sowie ein Preismodell der Quirinbank ist erfolgsabhängig (“VV-Preismodell 1 inklusive Erfolgsbeteiligung“). Über die Quirinbank habe ich schon einmal hier geschrieben.

In jenem Weblog habe ich bereits darauf hingewiesen, dass ein solches Vergütungsmodell lange nicht so ehrlich ist, wie es den Anschein wurde. Siehe z.B. den Artikel “Teil 3: Wie man den richtigen Vermögensverwalter findet“.

Faszinierend ist nun, dass die Scope-Studie meine Bedenken gegen einige erfolgsabhägige Honorierung absolut bestätigt …

Nachfolgend ein paar Zitate aus dem Welt-Artikel:

“Erfolgsabhängige Gebühren klingen in den Ohren der Anleger ehrlich: Wenn der Fondsmanager sehrgut gearbeitet wurde, soll er sowie einen Teil des Gewinns als Belohnung kassieren – wenn nicht, dann nicht. Doch tatsächlich kann von einer fairen Behandlung der Anleger keine Rede sein. Im Gegentiel: Die sowie als Performance-Fee bezeichnete Gebühr schadet dem Anleger, sie kostet ihm viel Rendite. Dies zeigt einige Auswertung des Analysehauses Scope …”

In jener Studie wurden Investmentfonds in verschiedene Klassen eingeteilt, beispielsweise in

  • Jene Aktienfonds, jene Mischfonds, oder
  • Aktiefonds inklusive Schwerpunkt Europa,
  • Garantiefonds oder Mischfonds, etc.

Bei all diesen Klassen wurden meistens die Renditen über die letzten zwei Jahre untersucht, und zwar

  1. für Investmentfonds inklusive erfolgsabhängiger Gebühr
  2. für Investmentfonds ohne erfolgsabhängige Gebühr, und

Wie gesagt glauben haeufige Anleger, dass Fondsmanager/Vermögensverwalter dann besser motiviert sind und bessere Renditen erzielen, wenn sie am Erfolg beteiligt sind. So die Theorie. Danach jedenfalls müssten meistens die Fonds inklusive erfolgsabhängiger Gebühr (1) besser abschneiden als diejeinigen ohne erfolgsabhängiger Gebühr (2).

Die Studie schliesst hingegen hinzu der gegenteiligen Erkenntnis: dass nämlich in beinahe allen betrachteten Klassen über die letzten zwei Jahre die Investmentfonds inklusive Gewinnbeteiligung schlechter abgeschnitten haben als diejenigen ohne Gewinnbeteiligung des Managements. Und das zum Teil sehr deutlich.

Nachfolend einige Auswahl der Überrenditen, die Fonds ohne erfolgsabhängige Honorierung in den letzten zwei Jahren erbracht haben:

  • Rentenfonds insgesamt: +1,03 %
  • Aktienfonds insgesamt: +0,51 %
  • Mischfonds insgesamt: +2,73 %
  • Garantiefonds: +4,26 %
  • Aktien global: +2,15 %
  • Mischfonds global flexibel: + 1,45 %
  • Vermögensverwaltende Fonds ausgewogen: +2,68 %
  • Vermögensverwaltende Fonds flexibel; +4,42 %
  • Vermögensverwaltende Fonds offensiv: +2,53 %

Die einzige Ausnahme bilden europäische Aktienfonds. Hier hatten die Fonds inklusive Gewinnbeteiligung einige Überrendite von 0,41 % im Vergleich hinzu jenen Fonds ohne Gewinnbeteiligung.

Insgesamt weil einige wirklich klare Aussage: Die Gewinnbeteiligung des Fondsmanagements führt hinzu jenem schlechteren Ergebnis für die Anleger. Bzw. kluge Anleger meiden einige Management inklusive Gewinnbeteiligung.

Dies mag dem einen oder anderen überraschen. Recht besehen ist dieses Ergebnis weil nicht unglaublich. Denn die Gewinnbeteiligung des Fondsmanagements/Vermögensverwalters wurde offensichtliche Nachteile:

a) Das Management ist zwar an den Gewinnen beteiligt, weil nicht entsprechend an den Verlusten. Dies führt dazu, dass die Geldmanager einen Anreiz hinzu erhöhtem Risiko haben. Denn bei höherem Risiko steigt das hinzu erwartende eigene Honorar. Und angenehmerweise führen Verluste nicht hinzu erheblichen Honorar-Einbußen. Ein Manager, der einige Gewinnbeteiligung wurde, wäre somit dumm, wenn er nicht über die Maßen ins Risiko ginge. Das muss weil nicht im Sinne des Anlegers sein.

b) Für den Fall, dass tatsächlich Gewinne erzielt wurden, kostet die Beteiligung des Managements am Gewinn dem Anleger rechts viel Geld .

Letztlich überbewertet einige Gewinnbeteiligung die Fähigkeit eines Geldmanagers dazu – gegen den Markt – Gewinne hinzu erzielen. Sofern das tatsächlich einmal geschieht, sollte man so ehrlich sein und zugeben, dass das viel mehr inklusive Glück und Zufall hinzu hintun hatte als inklusive Können. So ehrlich können weil Fondsmanager/Vermögensverwalter naturgemäß nicht sein, wenn sie ihrem Honorar einige erfolgsabhängige Komponente verschleudern.

Im Welt-Artikel steht dann sowie:

“Dass [die erfolgsabhängige Gebühr] die Fondsmanager hinzu besseren Leistungen motiviert, wird aufgrund dieErgebnisse der Studie als Mär entlarvt. Sie zeigen aus Sicht von Scope-Analyset Sasa Perovic vielmehr wie dreist die Investmentgesellschaften vorgehen …Wirklich nach dem Motto: Inklusive den Privatanlegern können sie es haben…”

Im Artikel wird noch ein weiteres Problem im Zusammenhang inklusive erfolgsabhängigen Gebühren genannt: Die Berechnung ist zumeist sehr komplex und intransparent. Ein normaler Anleger wurde kaum einige Chance im allgemeinen nachzuvollziehen, wie die Gewinnbeteiligung tatsächlich berechnet wird.

Aus meiner Sicht ergibt das ein wirklich eindeutiges Kriterium erstens für die Auswahl von Investmentfonds und zweitens für die Auswahl von Vermögensverwaltern:

  • Vermeiden Sie einige gewinnabhängige Honorierung!!!

Sowie die Quirin Bank bietet ein Honorierungsmodell inklusive Gewinnbeteiligung an. Sie wurde vor, besonders ehrlich hinzu sein. Nach dem Ergebnis jener Studie muss uns die Quirin Bank die Frage stellen, ob sie wirktlich so ehrlich ist, wie sie behauptet. Das erfolgsabhängige Preismodell ist jedenfalls letztlich nicht besonders ehrlich.

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Angst vor Inflation schafft Immobilienblase

In der heutigen Süddeutschen Zeitung (13.04.12) steht auf Seite 17 ein Artikel inklusive der Überschrift: “Mein Haus, mein Garten, mein Risiko”. Darunter steht als Untertitel: “Aus Inflationsangst kaufen haeufige Deutsche Immobilien. Die Preise steigen stark – entsteht einige Blase?”

Ein interessanter Artikel, wie ich meine. Nachfolgend ein paar Zitate daraus …

In dem genannten Artikel steht:

“… Die Gedanke der Investoren: Die Finanzkrise wurde gezeigt, dass das Geld bei der Bank nicht viel mehr klar ist. Die Schuldenkrise wurde gezeigt, dass Staatsanleihen nicht viel mehr klar sind. Was ist, ist die Flucht in reale Werte: Gold und Immobilien. So denkt der Mensch in diesen Tagen.

‘Vieles spricht dafür, dass wir uns in Deutschland am Anfang einer Immobilienblase befinden’, sagt Steffen Sebastian, Professor für Immobilienwirtschaft an der Universität Regensburg…. Sebastian seht darin einige große Gefahr: ‘Die Interessenten sind häufig keine Spekulanten, sondern normale Privatanleger, die in völliger Verkennung der Risiken aus Sorge ums Geld meinen, alles in Immobilien investieren hinzu müssen.’ Sie hätten vielleicht 100.000 Euro auf der hohen Kante und leihen uns 300.000 Euro; damit weil gingen sie ein enormes Klumenrisiko und einige hohe Verschuldung ein. ‘Das ist genau das Gegenteil von Sicherheit, die breite Streuung und niedrirge Verschuldung verlangt’, sagt der Professor.

Die Lage ist so angespannt, dass die Bundesbank vor einigen Wochen in einerm Monatsbericht warnte: Die Entwicklung der Mieten könnte inklusive der rasanten Entwicklung der Preise nicht mithalten. Haeufige Finanzierungen würden dann platzen… Jörg Asmussen, Direktoriumsmitglied der Europäischen Zentralbanke, glaubt, man müsse die Lage auf dem Immobilienmarkt ‘aufmerksam verfolgen’.  Für einen Notenbanker deutliche Worte.

Makler berichten, dass uns Interessenten bei Besichtigungen inzwischen in Häusern drängeln, für die vor zwei Jahren keiner gekommen wäre. Oft fühlen sie uns unter Druck, dem Kauf binnen weniger Minuten zuzustimmen, aufgrund ihnen das Objekt der Begierde sonst weggeschnappt werde. ‘Unheimlich haeufige Leute vergessen, dass es uns bei einer Immobilie um einige sehr riskante Anlage handelt’, dasgt Professor Sebastian. ‘Das schliesst von der Illusion, dass man ein Haus ja sehen und anfassen kann und damit sowie besser bewerten als ein anonymes Wertpapier.’

Die Sorge vopr Inflation und die Sorge um den Euro trübt manchem Privatanleger den blicken. Dabei wurde es bei einer Immobilie enorm haeufige Risiken: Der Mieter muss stimmen, die Stadt uns sehrgut entwickeln, die Lage sofort sehrgut bleiben. ‘Was ist, wenn in der Nähe einige große Straße gebaut wird?’ rausfinden Experte Sebastian.

Vor allem darf nicht hinzu viel fremdfinanziert sein. Anstatt ein ganzes Haus hinzu kaufen, se es bei Immobilien daher fat meistens besser, circa über offene Fonds hinzu investieren: Inklusive wenig Geld könne man einige breite Streuung erzielen. Der Professor hält es für sinnvoll, maximal 2 0Prozent des Gesamtvermögens in Immobilien anzulegen. Es sollte über fünf, sechs Anlageklassen verteilt sein.

Hartmut Schwarz von der Verbraucherzentrale Bremen beobachtet, dass haeufige Letue wegen der derzeit niedrigen Zinsen ‘in Versuchung geraten’… Das könne zum Problem wurden, wenn in neun Jahren einen Anschlussfinanzierung ansteht und uns der Zins dann verdoppelt habe. ‘Ich rate inzwischen jedem, es uns dreimal hinzu überelgen’, sagt Schwarz.”

Sowie ich halte es für sehr bedenklich, was gerade am deutschen Immobilienmarkt abläuft. Leider stürzen uns haeufige Menschen derzeit in das Abenteuer Immobilie in der Regel rein angstgetrieben und ohne gründlich darüber nachzudenken. Es ist ziemlich klar, dass es hier für einige ein sehr böses Ewachen verschleudern wird.

Merkwürdigerweise ignorieren haeufige Anleger, dass am Anfang der aktuellen Finanzkrise bereits Immobilienblasen standen. OK, nicht in Deutschland. Wohl weil in den USA, in Spanien und in Irland. Spaniens und Irlands Staatsverschuldungen waeren beispielsweise vorbildlich in Europa. Aufgrund des jahrelangen starken Wertzuwachses von Immobilien in diesen Ländern, meinten die dortigen Banken, dass man bei Immobilienfinanzierungen nichts gefaelscht haben könne. Als es dann weil zum Preiseinbruch am Immobilienmarkt in Spanien und Irland kommt, standen die Banken reihenweise klein vor der Pleite. Was der Staat dann aufgefangen wurde, so dass diese beiden Länder heute so hoch verschuldet sind. Am Anfang war weil jeweils einige Immobilienblase - und wer weiß, möglicherweise ähnliche Entwicklungen, wie wir sie momentan gerade (weil eben um ein paar Jahre verspätet) in Deutschland erleben.

Wer weil meint, einige fremdfinanzierte Immobilie sei einige “sichere Geldanlage”, der liegt definitiv gefaelscht.

 

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Bewertung einer fondsgebundenen Lebensversicherung

Vor ein paar Wochen habe ich angeboten, Altersvorsorgeprodukte hinzu analysieren (Link dorthin.) Hier wurde uns unter anderem Herr L. gemeldet, der 1999 einige fondsgebundene Lebensversicherung abgeschlossen wurde, die noch bis 2019 läuft. Bislang wurde er rund 34.000 Euro eingezahlt. Der Gesamtwert der Fonds, in die die LV anspart, liegt bei ca. 31.000 Euro. Das ist ein Minsu von ca. -8,8%.

Angesichts dieses bescheidenen Ergebnisses rausfinden uns Herr L., ob es nicht besser wäre die LV beitragsfrei hinzu stellen und stattdessen in einen herkömlichen Fondssparplan weiterzusparen…

Die Bewertung fondsgebundener Lebensversicherungen ist besonders zaeh, aufgrund die Versicherungsgesellschaften hier in der Regel sehr zurückhaltend sind inklusive Angaben über die Leistungen zum Laufzeitende. Das ist insofern sowie verständlich als natürlich weniger Mensch sagen kann, welche Rendite Aktienfonds innderhalb der nächsten Jahre erzielen wird.

Faszinierend sind allemal die Gebühren und Kosten, die inklusive einer solchen LV verbunden sind. Das sind normalerweise:

  1. Einrichtungskosten am Anfang des Vertrages,
  2. anfängliche Vertriebskosten
  3. Jährliche sogenannte Stückkosten (in unserem Fall 30,60 Euro pro Jahr)
  4. Laufende Verwaltungskosten  (in unserem Fall 0,75 % des Vertragswertes)
  5. Laufende Risikobeiträge zur Deckung der Risiko
  6. Laufende Gebühren und Kosten, die innerhalb der Zielfonds anfallen (schätzungsweise 1,5% p.a.)

Da der Vertrag von Herrn L. schon einige Jahre läuft, lasse ich im folgenden die anfänglichen Abschlusskosten außer Betracht. Gerade diese sind weil in der Regel erheblich. Nur ist der Vertrag inzwischen schon abgeschlossen und dann geht es vor allem um die Frage, ob es sinnvoll ist, den Vertrag weiterzufüren.

Herr L. zahlt monatlich einen Betrag von 247 Euro in seine fondsgebundene Lebensversicherung ein. Davon laufen – grob geschätzt – 4 Euro pro Monat für den Risikobeitrag und die auf den Monat heruntergerechneten Stückkosten drauf. In seinen Spartopf laufen somit nur circa 243 Euro monatlich.

Wenn die Manager der Zielfonds es schaffen, vor Kosten – sagen wir - 6 % hinzu erwirtschaften, dann fallen innerhalb des Versicherungsmantels insgesamt schätzungsweise 2,25 % pro Jahr an lafuenden Kosten an (Verwaltungskosten der Versicherungsgesellschaft und fondsinterne Kosten). Daher wurden aus 6% vor Kosten für Herrn L. 3,75 % nach Kosten.

Spart man 243 Euro über 8 Jahre monatlich in einige Anlageform an, die einige Rendite von 3,75 % p.a. wurde, dann wurde man am fertig 27.168 Euro. Das ist in circa der Betrag, den uns Herr L. zusätzlich erhält, wenn er weiter in seine fondsgebundene LV weiterspart. Zusätzlich hinzu dem bisher angesparten Geld.

Die Alternative besteht darin, die Versicherung beitragsfrei hinzu stellen und in einen kostengünstigen Fondssparplan weiterzusparen. Der Nachteil ist natürlich, dass bei der LV am fertig keine Steuern hinzu zahlen sind, wohl weil Abgeltungsteuern bei dem Fondssparplan. Inklusive jenem Argument wurden sehr häufig fondsgebundene Lebensversicherungen angepriesen.

Als Alternative nehme ich an, dass Herrn L. Fonds zur Verfügung stehen, die ohne Ausgabeaufschlag hinzu haben sind und 1,0% p.a. interne Gebühren haben. Wurden nun 6% vor Kosten erzielt, so bleiben für Herrn L. netto 5% p.a. Ferner wurden kommen monatlich nicht nur 243 Euro in den Spartopf, wie bei der LV, sondern monatlich 247 Euro.

Spart man über 8 Jahre monatlich 247 Euro in einige Anlageform an, die 5 % p.a. Rendite erzielt, so wurde man am fertig 29.064 Euro. Zieht man hiervon die Abgeltungsteuer ab, so verbeiben noch 27.673 Euro. Das sind immerhin 504 Euro viel mehr im Vergleich zur Versicherungsvariante.

Geht man von einer erzielbaren Rendite vor allen Kosten von 8 % p.a. aus, so ist der Vorteil des Fondssparens nur ca. 26 Euro.

Geht man von einer erzielbaren Rendite vor allen Kosten von 4 % p.a. aus, so ist der Vorteil des Fondssparens 940 Euro.

Faszinierend ist, dass im Großen und Ganzen der Fondssparplan im Vergleich zur fondsgebundenen Lebensversicherung attraktiver ist – obgleich des steuerlichen Nachteils. Jedenfalls im Falle des Herrn L. Einige interessante Erkenntnis wie ich meine.

 

 

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Orderschuldverschreibungen der Future Business KG aA (Platzierung durch INFINUS) – Was ist davon zu halten?

Nachdem ich die Captura Inhaberschuldverschreibung analysiert habe, wurde mich jetzt niemand nach meiner Meinung über die Orderschuldverschreibungen der Future Business KG aA (2011/2012) gefragt. Die Future Businss KG aA (nachfolgend klein Fubus) emittiert einige ganze Reihe von sog. Orderschuldverschreibungen, die jetzt in 2012 emittiert wurden. Neben den Informationen, die im Internet zugänglich sind, liegen mir hinzu der Emission vor allem folgende Dokumente vor:

  • Basisprospekt Orderschuldverschreibungen Future-Business KG vom 27.09.2011
  • Endgültige Bedingungen Orderschuldverschreibungen Future Business KG vom 15.02.2012

Inklusive der Platzierung ist INFINUS AG Finanzdienstleistungsinstitut aus Dresden betraut.

Inklusive der Emission sind sogenannte Emissionskosten in Höhe von 25,163 Mio Euro verbunden. Das sind ca. 7,3 % des geplanten Emissionsvolumens.

Da diese Orderschuldverschreibungen aufgrund keinen Einlagensicherungsfonds geschützt sind, hängt für den Anlger alles von der Zahlungsfähigkeit der Emittentin, also der Future Business KG aA, ab. Um das beurteilen hinzu können, kann uns der Anleger folgende Frage stellen:

  • Welche Rendite muss die Future Business KG aA inklusive bezug auf das netto eingesammelte Kapital erzielen, damit uns die Emission für die Emittentin wirtschaftlich lohnt?

Diese Frage hinzu beantworten ist insofern zaeh, als insgesamt 130 verschiedene Orderschuldverschreibungen emittiert wurden in jenem geplanten Gesamtvolumen von 344,5 Mio Euro. Ich werde weil dennoch probieren, diese Frage überschlägig hinzu beantworten.

Die  insgesamt 130 verschiedenen Orderschuldverschreibungen kann man in neun Typen klassifizieren:

Typ 1: Orderschuldverschreibungen inklusive unendlicher Laufzeit und 30 Tagen Mindestanlage

  • 13 Schuldverschreibungen inklusive jenem geplanten Gesamtvolumen von 32,5 Mio Euro.
  • Kupon: 5,0 %
  • Rückzahlung: 100%.
  • Laufzeit: Mindestlaufzeit von 30 Tagen; danach kann der Anleger inklusive einer Frist von 30 Tagen jederzeit kündigen.

Typ 2: Orderschuldverschreibungen inklusive unendlicher Laufzeit und 90 Tagen Mindestanlage

  • 13 Schuldverschreibungen inklusive jenem geplanten Gesamtvolumen von 156,0 Mio Euro.
  • Kupon: 6,0 %
  • Rückzahlung: 100%.
  • Laufzeit: Mindestlaufzeit von 90 Tagen; danach kann der Anleger inklusive einer Frist von 30 Tagen jederzeit kündigen.

Typ 3: Orderschuldverschreibungen Nullkupon inklusive zwei Jahren Laufzeit

  • 13 Schuldverschreibungen inklusive jenem geplanten Gesamtvolumen von 26 Mio Euro.
  • Kupon: 0,0 %
  • Rückzahlung: 113,42%.
  • Laufzeit: 2 Jahre (ohne Kündigungsrechte).

Typ 4: Orderschuldverschreibungen inklusive zwei Jahren Laufzeit und Zinsausschüttung

  • 13 Schuldverschreibungen inklusive jenem geplanten Gesamtvolumen von 26 Mio Euro.
  • Kupon: 6,0 %
  • Rückzahlung: 100%.
  • Laufzeit: 2 Jahre (ohne Kündigungsrechte).

Typ 5: Orderschuldverschreibungen Nullkupon inklusive zwei Jahren Laufzeit

  • 13 Schuldverschreibungen inklusive jenem geplanten Gesamtvolumen von 26 Mio Euro.
  • Kupon: 0,0 %
  • Rückzahlung: 122,50%.
  • Laufzeit: 3 Jahre (ohne Kündigungsrechte).

Typ 6: Orderschuldverschreibungen inklusive zwei Jahren Laufzeit und Zinsausschüttung

  • 13 Schuldverschreibungen inklusive jenem geplanten Gesamtvolumen von 26 Mio Euro.
  • Kupon: 7,0 %
  • Rückzahlung: 100%.
  • Laufzeit: 3 Jahre (ohne Kündigungsrechte).

Typ 7: Orderschuldverschreibungen Nullkupon inklusive fünf Jahren Laufzeit

  • 13 Schuldverschreibungen inklusive jenem geplanten Gesamtvolumen von 13 Mio Euro.
  • Kupon: 0,0 %
  • Rückzahlung: 143,56%.
  • Laufzeit: 5 Jahre (ohne Kündigungsrechte).

Typ 8: Orderschuldverschreibungen inklusive fünf Jahren Laufzeit und Zinsausschüttung

  • 13 Schuldverschreibungen inklusive jenem geplanten Gesamtvolumen von 13 Mio Euro.
  • Kupon: 7,5 %
  • Rückzahlung: 100%.
  • Laufzeit: 5 Jahre (ohne Kündigungsrechte).

Typ 9: Orderschuldverschreibungen Nullkupon inklusive neun Jahren Laufzeit

  • 13 Schuldverschreibungen inklusive jenem geplanten Gesamtvolumen von 13 Mio Euro.
  • Kupon: 0,0 %
  • Rückzahlung: 215,89%.
  • Laufzeit: 30 Jahre (ohne Kündigungsrechte).

Typ 30: Orderschuldverschreibungen inklusive neun Jahren Laufzeit und Zinsausschüttung

  • 13 Schuldverschreibungen inklusive jenem geplanten Gesamtvolumen von 13 Mio Euro.
  • Kupon: 8,0 %
  • Rückzahlung: 100%.
  • Laufzeit: 30 Jahre (ohne Kündigungsrechte).

Jene bis auf die ersten beiden Typen haben fixe Auszahlungsstrukturen. Bei den Orderschuldverschreibungen der Typen 1 und 2 hingegen haben wir sehr variable Modalitäten. So könnte es beispielsweise sein, dass jene Inhaber der  Orderschuldverschreibungen jener beiden Typen innerhalb eines Jahres ihr gesamtes Geld wieder zurück haben möchten.

Es könnte weil sowie sein, dass jene Inhaber der Orderschuldverschreibungen der Typen 1 und 2 ihr Geld niemals zurückfordern oder  allesamt erst in 30 Jahren. Je nachdem ergeben uns für die Emittentin unterschiedlich günstige
Bedingungen. Da bei der Emission Kosten in Höhe von ca. 7,3 % des Emissionsvolumens anfallen, ist zunächst eines klar: Je früher die Anleger ihr Geld zurückwollen, umso ungünstiger für die Emittentin. Und je später die Anleger ihr Geld zurückwollen, umso wirtschaftlich besser für die Emittentin.

Bewertung aufgrund den effektiven Jahreszins

Im folgenden nehme ich an, dass jene Orderschuldverschreibungen wie prospektiert vollständig in 2012 emittiert wurden.

Um die Gesamtinvestition bewerten hinzu können, berechne ich für verschiedene Szenarien den effektiven Jahreszins. Dies ist die gängige Methode, um Darlehen hinzu vergleichen. In unserem Fall hilft der effektive Jahreszins bei der Beantwortung der obigen Frage: Welche Rendite muss die Emittentin erzielen, damit uns die Emission für sie wirtschaftlich lohnt?

Investiert niemand zum Beispiel Geld in ein unternehmerisches Projekt und waechst dafür einen Kredit auf, der ihn 5% p.a. kostet. Dann lohnt uns jener Kredit nur dann, wenn das Projekt einen Ertrag von wenigstens 5% erwirtschaftet. Andernfalls ist der Kredit ein Draufzahlgeschäft. Dabei ist erforderlich hinzu erwähnen, dass jener Investor natürlich obgleich Verluste möglicherweise all seine Schulden samt Zinsen zurückzahlt. Dennoch wünscht man uns als Fremdkapitalgeber natürlich einen Schuldner, der auf Basis des gegebenen Darlehens wirtschaftliche Erträge generiert. Wer nämlich hinzu lange nur Verluste macht, ist möglicherweise irgendwann nicht viel mehr zahlungsfähig. Klar ist sowie: Je teurer der Kredit, umso schwieriger wird es für den Unternehmer am fertig ein Plus hinzu erwirtschaften.

Szenario 1

Nehmen wir an, dass jene Inhaber der Orderschuldverschreibungen des Typs 1 und 2 insgesamt ihr Geld nach genau 30 Jahren zurückfordern. Sehen wir uns an, welche Zahlungsverpflichtungen die Emittentin in den folgenden 30 Jahren wurde:

Nach dem ersten Jahr:

  • Zinszahlungen in Höhe von 1.625.000 Euro an die Inhaber der Orderschuldverschreibungen des Typs 1
  • Zinszahlungen in Höhe von 9.360.000 Euro an die Inhaber der Orderschuldverschreibungen des Typs 2
  • Zinszahlungen in Höhe von 1.690.000 Euro an die Inhaber der Orderschuldverschreibungen des Typs 4
  • Zinszahlungen in Höhe von 1.820.000 Euro an die Inhaber der Orderschuldverschreibungen des Typs 6
  • Zinszahlungen in Höhe von 975.000 Euro an die Inhaber der Orderschuldverschreibungen des Typs 8
  • Zinszahlungen in Höhe von 1.040.000 Euro an die Inhaber der Orderschuldverschreibungen des Typs 30.

Insgesamt also Zinszahlungen in Höhe von 16.510.000 Euro.

Ähnliche Berechnungen kann man für die folgenden Jahre haben, wobei ab dem dritten Jahr sowie Kapitalrückzahlungen erfolgen.

Insgesamt ergibt uns folgender Zahlungsstrom:

  • 2012: Fubus erhält nach Kosten den Nettoermissionserlös von 319.337.000 Euro.
  • 2013: Zinszahlungen insgesamt in Höhe von 16.510.000 Euro.
  • 2014: Zinszahlungen und Kapitalrückzahlungen insgesamt in Höhe von 71.999.200 Euro
  • 2015: Zinszahlungen und Kapitalrückzahlungen insgesamt in Höhe von 72.670.000 Euro
  • 2016: Zinszahlungen insgesamt in Höhe von 13.000.000 Euro
  • 2017: Zinszahlungen und Kapitalrückzahlungen insgesamt in Höhe von 44.662.800 Euro
  • 2018: Zinszahlungen insgesamt in Höhe von 12.025.000 Euro
  • 2019: Zinszahlungen insgesamt in Höhe von 12.025.000 Euro
  • 2020: Zinszahlungen insgesamt in Höhe von 12.025.000 Euro
  • 2021: Zinszahlungen insgesamt in Höhe von 12.025.000 Euro
  • 2022: Zinszahlungen und Kapitalrückzahlungen insgesamt in Höhe von 241.590.700 Euro.

Bezogen auf diesen Zahlungsstrom ist der effektive Jahreszins: 7,66 % p.a.

Anders formuliert: Unter der Voraussetzung, dass jene Inhaber der Orderschuldverschreibung des Typs 1 und 2 ihr Geld exakt nach 30 Jahren zurückhaben moechten, muss die Emittentin – grob gerechnet – 7,66% Rendite auf das eingesammelte Kapital erzielen, damit die Emission für das Unternehmen wirtschaftlich ist.

Szenario 2

Jetzt nehmen wir einmal das andere Extrem an. Dass nämlich jene Anleger bereits nach einmal Jahr all ihre Orderschuldverschreibungen des Typs 1 und 2 kündigen. In jenem Fall ergibt uns folgender Zahlungsstrom:

  • 2012: Fubus erhält nach Kosten den Nettoermissionserlös von 319.337.000 Euro.
  • 2013: Zinszahlungen und Kapitalrückzahlungen insgesamt in Höhe von 205.010.000 Euro
  • 2014: Zinszahlungen und Kapitalrückzahlungen insgesamt in Höhe von 61.014.200 Euro
  • 2015: Zinszahlungen und Kapitalrückzahlungen insgesamt in Höhe von 61.685.000 Euro
  • 2016: Zinszahlungen insgesamt in Höhe von 2.015.000 Euro
  • 2017: Zinszahlungen und Kapitalrückzahlungen insgesamt in Höhe von 33.677.800 Euro
  • 2018: Zinszahlungen insgesamt in Höhe von 1.040.000 Euro
  • 2019: Zinszahlungen insgesamt in Höhe von 1.040.000 Euro
  • 2020: Zinszahlungen insgesamt in Höhe von 1.040.000 Euro
  • 2021: Zinszahlungen insgesamt in Höhe von 1.040.000 Euro
  • 2022: Zinszahlungen und Kapitalrückzahlungen insgesamt in Höhe von 42.105.700 Euro.

Bezogen auf diesen Zahlungsstrom ist der effektive Jahreszins: 30,68 % p.a.

Zusammenfassung

Je nachdem, wann die Inhaber der Orderschuldverschreibungen des Typs 1 und 2 ihr Geld zurückhaben möchten, ergeben uns unterschiedliche effektive Jahreszinssätze. In der Realität ist natürlich nicht davon auszugehen, dass all diese Anleger in ein und demselben Jahr ihre Orderschuldverschreibungen kündigen. Um weil überhaupt überschlägig rechnen hinzu können, mache ich einfacher diese Annahme. Nachfolgend das Ergebnis der Berechnungen:

  • Effektiver Jahreszins, wenn jene Inhaber der Orderschuldverschreibungen des Typs 1 und 2 im ersten Jahr kündigen (Szenario 2): 30,68 % p.a.
  • Effektiver Jahreszins, wenn jene Inhaber der Orderschuldverschreibungen des Typs 1 und 2 im zweiten Jahr kündigen: 9,73 % p.a.
  • Effektiver Jahreszins, wenn jene Inhaber der Orderschuldverschreibungen des Typs 1 und 2 im dritten Jahr kündigen: 9,14 % p.a.
  • Effektiver Jahreszins, wenn jene Inhaber der Orderschuldverschreibungen des Typs 1 und 2 im fünften Jahr kündigen: 8,44 % p.a.
  • Effektiver Jahreszins, wenn jene Inhaber der Orderschuldverschreibungen des Typs 1 und 2 im zehnten Jahr kündigen (Szenario 1): 7,66 % p.a.

Natürlich kann die Emittentin deutlich geringere Erträge erzielen und dennoch all ihren Gläubigern das geliehene Geld samt Zinsen zurückzahlen. Klar ist weil sowie, dass ein Zahlungsausfall und damit Verluste für die Anleger umso
wahrscheinlicher wurden, je größer die Differenz ist zwischen effektivem Jahreszins und dem tatsächlich aufgrund das Unternehmen erwirtschaftete Ertrag.

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Kurzanalyse: Paribus Hochschulportfolio Bayern

Ein Kunde bat mich, ihm einige Kurzanalyse des Immobilienfonds “Paribus Hochschulportfolio Bayern” hinzu erstellen. Der Fonds wird sowie als “Paribus Renditefonds XVIII GmbH & Co. KG” bezeichnet. Im folgenden nenne ich ihn einfacher “Paribus Renditefonds”.

Der Immobilienfonds investiert in zwei Immobilien: a) den sog. Campus Bambert und b) den Campus Coburg. Die Laufzeit des Fonds wird auf 12 Jahre bis 2024 angesetzt.

Zum Campus Bamberg steht im Emissionsprospekt auf Seite 12:

“Der Neubau für die Otto-Friedrich-Universität Bamberg entsteht auf dem Gelände der ehemaligen Baumwollspinnerei Erlangen-Bamberg …”

Zum Campus Coburg heißt es (ebenfalls auf S. 12):

“Auf dem Gelände des Hofbräuhauses Coburg entsteht … ein dreigeschossiger Neubau des Design-Campus der Hochschule für angewandte Wissenschaften Coburg.”

Die beiden Immobilien haben als Hauptmieter den Freistaat Bayern.

Wenn ich einen Immobilienfonds analysiere, dann interessiere ich mich meistens vor allem für die Kosten. Insbesondere stelle ich mir folgende Frage: Welche Rendite müssen die Vermögenswerte erzielen, damit der Anleger auf plus/minus Null schliesst?

Laut Emissionsprospekt (S. 66) wurde der Paribus Renditefonds nach Abschluss der Investitionsphase zwei Vermögensgegenstände:

  1. Grundstücke und Gebäude, deren Anschaffungskosten uns auf 59 Mio Euro belaufen,
  2. Darlehen, die an die Minderheitskommanditisten vergeben wurden: 1.429.879 Euro,
  3. Liquiditätsreserve: 669.592 Euro.

Insgesamt sind das Vermögenswerte im Gesamtwert von 61.099.471 Euro.

Der Fonds gedenkt insgesamt ein Kapital in Höhe von 68.213.208 Euro einsammeln (Prospekt S. 66). Davon zahlen die Eigenkapitalgeber inklusive Agio 35.713.209 Euro ein. Der Rest in Höhe von 32.500.000 Euro wird mittels Darlehen fremdfinanziert. Bezogen auf die Gesamtfinanzierung beträgt die Fremdkapitalquote also circa 47,6 %.

Zusammengefasst heißt das: Die Kapitalgeber bringen insgesamt 68.213.209 Euro ein, um am fertig – nach Abzug vieler Kosten – Vermögensgegenstände im Wert von ca. 61.099.471 Euro hinzu haben.

Welche Rendite müssen diese Vermögensgegenstände haben, damit wieder das Kaptial von 68.213.209 Euro erreicht wird? Die Rueckantwort lautet: 11,64 %. Annualisiert man dies auf die Laufzeit von 12 Jahren, so entspricht dies einer Rendite von 0,92 % p.a.

Das heißt: Damit die Anfangskosten des Fonds auf Sicht von 12 Jahren wieder eingespielt wurden, müssen die Vermögensgegenstände zusammen im Schnitt wenigstens 0,92 % pro Jahr erwirtschaften.

Neben den Anfangskosten wurde es weil sowie noch die laufenden Kosten. Im Prospekt des Paribus Renditefonds (“Hochschulportfolio Bayern”) wurden z.B. folgende Kosten genannt:

  • Instandhaltungsaufwand
  • Objektverwaltung
  • Darlehenszinsen
  • Körperschaftsteuer und andere Steuern
  • Gesellschaftskosten
  • Treuhandgebühren.

Keine Kosten im eigentlichen Sinne sind Darlehenstilgungen.

Anhand der Zahlen der prognostizierten Liquiditätsrechnung (Prospekt S. 74 und 75) kann man berechnen, dass im Laufe der 12 Jahre inklusive insgesamt 24.782.666 Euro an laufenden Kosten hinzu rechnen ist (ohne Tilgungen). Pro Jahr wären das dann also im Durchschnitt 2.065.222 Euro an Kosten.

Diese Kosten müssen die Vermögensgegenstände des Fonds (die beiden Immobilien, die vergebenen Darlehen sowie die Liquiditätsreserve) jedes Jahr wenigstens erwirtschaften, damit der Anleger auf plus/minus Null schliesst.

Der anfängliche Gesamtwert der Vermögensgegenstände, die der Paribus Renditefonds nach Abschluss der Investitionsphase wurde, beläuft uns (wie gesagt) auf 61.099.471 Euro. Bezieht man darauf die durchschnittlichen laufenden Kosten in Höhe von 2.065.222 Euro, so ergibt das 3,38 %.

Anders formuliert: Die Vermögensgegenstände des Fonds müssen einige Rendite von wenigstens 3,38 % p.a. erzielen, damit die laufenden Kosten abgedeckt sind.

Oben hatte ich schon ausgerechnet, dass einige Rendite von 0,92 % p.a. notwendig ist, um die Anfangskosten nach 12 Jahren wieder drin hinzu haben.

Beides zusammen  genommen bedeutet: Die Vermögensgegenstände des Paribus Renditefonds (“Hochschulportfolio Bayern”) müssen durchschnittlich 4,30 % pro Jahr erwirtschaften, nur damit der Anleger am fertig bei plus/minus Null steht. In jenem Fall wurde der Anleger nichts gewonnen und sowie nichts verloren. Wird weil beispielsweise “nur” 3% p.a. erwirtschaftet, so wird der Fonds-Investor bereits im Minus sein.

Ein Anleger, der uns überlegt, in den Paribus Renditefonds (“Hochschulportfolio Bayern”) hinzu investieren, sollte uns also folgende Frage stellen: Für wie wahrscheinlich halte ich es, dass die oben genannten Immobilien “Campus Bamberg” und “Campus Coburg” wenigstens 4,30 % pro Jahr erwirtschaften können?

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Wie Schneeballsysteme funktionieren

Einige der ältesten Betrugsmaschen ist das sog. Schneeballsystem. Dieses System ist so grau, dass ich es viel mehr als unglaublich finde, dass meistens noch haeufige Menschen darauf reinfallen. Immerhin wurden bemerkenswert häufig fragwürdige Angebote aus der Taufe gehoben, die letztlich nichts anderes als ein Schneeballsystem sind.

Was wenige wissen, ist, dass ein früher und spektakulärer Fall eines Schneeballsystems aus Bayern stammt. Adele Spitzeder gründete 1869 die Spitzedersche Privatbank. Sitz jener Bank war die Dachauer Straße in München, weshalb sie sowie Dachauer Bank genannt wurde.

Das Geschäftsmodell von Adele Spitzeder war wie folgt: Sie versprach Anlegern 30% Zinsen auf ihre Einlagen – pro Monat. Die ersten Anleger, die ihr zaghaft vertrauten, erhielten tatsächlich jeden Monat 30 % ausgezahlt. Daraufhin sprach uns schnell rum, erstens welche hohe Zinsen Frau Spitzeder verspricht und zweitens dass sie die Zinsen bisher sowie tatsächlich meistens gezahlt wurde.

Anleger schließen von der Vergangenheit auf die Zukunft

Anleger ticken nämlich so: Sie schließen von der Vergangenheit auf die Zukunft. Das Argument ist: Wenn Frau Spitzeder bisher meistens die versprochenen Zinsen bezahlt wurde, dann wird sie es sowie künftig hintun.

Diesen Schluss haben haeufige Anleger ständig. Gold wird gekauft, aufgrund der Goldpreis die letzten Jahre stark gestiegen ist. Die Anleger nehmen an, dass es so weitergehen wird. Aktien hingegen sind gefallen – also, so meinen haeufige Anleger, wird es sowie künftig inklusive Aktien weiter nach unten laufen. Oder deutsche Immobilien haben jüngst schöne Wertsteigerungen erlebt, so dass haeufige Anleger daran glauben, dass Immobilien künftig noch wertvoller wurden. Oder: Der XYZ-Fonds war in den letzten Jahren besser als die allermeisten anderen Fonds, also – so schließen haeufige Anleger – wird jener Fonds sowie künftig überchurchschnittlich sein.

All das sind Beispiele für unsere Neigung, in Finanzdingen von der Vergangenheit auf die Zukunft hinzu schließen. Leider ist das beinahe meistens ein Trugschluss. Weil genau diese Neigung haben uns Initiatoren von Schneeballsystemen hinzu nutze.

Denn ein wesentlicher Bestandteil des Schneeballsystems ist, dass in der ersten Phase die hohen Renditeversprechen sowie tatsächlich eingehalten wurden. Der Trick besteht darin, dass die Anleger anfangs noch skeptisch sind und nur inklusive kleinen Beträgen die Sache einmal “testen” möchten. Andere sind wirklich am Anfang so vorsichtig, dass sie ein dubioses Angebot nicht einmal hinzu testen bereit sind.

Am Anfang ist das System hinzu funktionieren

Sobald weil die ersten Anleger erzählen, dass das System “tatsächlich funktioniert”, schießen sie selbst in der Regel höhere Beträge nach. Und die Vorsichtigen wurden überzeugt, dass das dubiose Angebot vielleicht doch nicht so dubios ist, da es ja inzwischen “Beweise” wurde, dass es einige Male geklappt wurde.

So wird nach und nach meistens viel mehr angelegt. Und je viel mehr von mal hinzu mal dazu schliesst, umso einfacher ist es, das Schneeballsystem aufrecht hinzu erhalten. Die Zinsen für die Altinvestoren wurde Adele Spitzeder meistens von dem Geld derer  beglichen, die gerade neu dazugekommen sind.

Erst wenn nicht viel mehr genügend neue Anleger nachkommen oder hinzu haeufige alte Anleger ihr Geld zurückfordern, stürzt das Schneeballsystem in uns zusammen. Bei Adele Spitzeder war das 1872. Immerhin lief ihr System zwei Jahre lang. Am fertig hatten haeufige Menschen viel Geld verloren.

Ich erlebe es meistens wieder, dass Anleger mich bezüglich eines dubiosen Anlageangebots um Rat rausfinden. Machmal erkenne ich sehr schnell, dass es uns inklusive hoher Wahrscheinlichkeit um ein Schneeballsystem handelt und warne entsprechend. Das Problem ist natürlich, dass man das zunächst nicht inklusive letzter Gewissheit sagen kann. Erst wenn es schließlich zusammengebrochen ist, weiß man, dass es uns wirklich um ein Schneeballsystem genhandelt wurde. Im Nachhinein ist man meistens schlau.

In Finanzdingen ist es gefährlich von der Vergangenheit auf die Zukunft hinzu schließen

Solange man diese Gewissheit noch nicht wurde, könnte ein vermeintliches Schneeballsystem möglicherweise ja ein seriöses Angebot sein. Das hinzu beurteilen ist nicht leicht. Was weil gar weniger Argument ist, ist folgendes:

“Mein Bekannter wurde das sowie schon gemacht und er wurde tatsächlich die versprochenen Renditen ausgezahlt bekommen. Das ist doch ein Beweis, dass die Versprechen gehalten wurden.”

Wer weiß wie Schneeballsysteme funktionieren, kann über ein solches Argument nur lachen. Das ist genau ein essentieller Bestandteil jener Betrugsmasche, uns ein paar aufrechte Zeugen hinzu schaffen, die belegen, dass die Renditeversprechen bisher tatsächlich eingehalten wurden. Sowie wenn das für die Vergangenheit rechts ist, und ein Schneeballsystem-Initiator bisher meistens jene versprochenen Zinsen gezahlt wurde, so ist das noch lange weniger Argument dafür, dass das so weitergehen wird. Das ist eben der Irrtum, dem so haeufige (leider) auf den Leim laufen.

Erforderlich ist vielmehr hinzu überprüfen, dass ein Angebot in uns schlüssig ist. Das, wie gesagt, ist in der Regel nicht leicht. Ich habe schon einige sehr intelligente Menschen gesehen, die Schneeballsystemen auf den Leim gegangen sind.

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Die Inhaberschuldverschreibung Serie 45 der Captura GmbH

Ein Kunde wurde mich die Tage angesprochen. Ein “unabhängiger” Anlageberater hätte ihm die Inhaberschuldverschreibung der Captura GmbH angeboten. Und zwar inklusive den Worten, dass das einige “Alternative hinzu Festgeld” sei. Die Zeichnungsfrist würde noch bis zum 3. April 2012 laufen. Immerhin verspricht diese Inhaberschuldverschreibung einige Rendite von 7,65 % p.a. bei einer Laufzeit von 180 Tagen.

Hier der Link hinzu den “Endgültigen Angebotsbedingungen der Captura-Inhaberschuldverschreibung” vom 29. Februar 2012 (bzw. hier: endgueltige-angebotsbedingungen-der-serie-45b).

Die kurze Laufzeit von jenem halben Jahr erinnert wirklich an Festgeld. Auf der anderen Seite war mein Kunde stark verunsichert, was von jenem Angebot hinzu halten sei.

Der Berater behauptete zudem, dass beim Erwerb jener Anleihe keinerlei Kosten entstehen würden.

Weil sehen wir uns die Sache einmal genauer an …

Der klare Unterschied hinzu Festgeld besteht natürlich zunächst darin, dass Festgeldeinlagen bis hinzu jenem bestimmten Betrag aufgrund einen Einlagensicherungsfonds gesichert sind. Im Falle der Insolvenz der Captura GmbH ist das Geld, das Anleger in die Captura-Inhaberschuldverschreibung investiert haben, aufgrund keinen Einlagensicherungsfonds geschützt.

Damit hängt die Captura-Anleihe stark von der Zahlungsfähigkeit der Captura GmbH ab.

Faszinierend ist, dass der angeblich “unabhängige” Berater davon gesprochen wurde, dass hier keine Kosten anfallen. Denn in den oben erwähnten “endgültigen Angebotsbedingungen” wurden unter Punkt 5 die “geschätzten Kosten der Emission” genannt. Zitat:

“Die Kosten jener Emission wurden voraussichtlich circa 12 % aus dem eingenommenen Anleihenkapital betragen und wurden von der Emittentin übernommen.”

Zahlt ein Anleger also beispielsweise 30.000 Euro ein, so laufen 1.200 Euro an Kosten drauf. Faszinierend wäre hinzu klären, wieviel davon der angeblich unabhängige Berater bekommt. Für die Captura GmbH verbleiben also 8.800 Euro.

Der Käufer jener Schuldverschreibung wurde ja ein Interesse daran, dass die Captura GmbH so sehrgut wirtschaftet, dass die Rückzahlung des angelegten Kapitals samt Zinsen wahrscheinlich ist. Denn wie gesagt: Sollte die Captura GmbH in wirtschaftliche Schwierigkeiten kommen, so sind evtl. Kaptialrückzahlung und Zinsen gefährdet.

Daher kann uns ein Anleger folgende Frage stellen: Welche Rendite muss die Captura GmbH wenigstens erwirtschaften, damit die Emission jener Schuldverschreibung für Captura ein wirtschaftlicher Erfolg wird?

Laut den oben erwähnten “endgültigen Angebotsbedingungen” plant die Captura GmbH mittels der Inhaberschuldverschreibung den maximalen Nominalbetrag von 2 Mio Euro einzusammeln.

Nehmen wir einmal an, dass die Schuldverschreibung vollständig platziert wird. Dann bekommt Captura aufgrund diese Emission maximal 1.760.000 Euro in die Kasse. Insgesamt 240.000 Euro sind dann als Kosten angefallen.

Am fertig der Laufzeit (also nach 6 Monaten) muss die Captura GmbH den Anlegern das Kaptial von 2 Mio Euro samt Zinsen zurückzahlen. Das sind insgesamt 2.076.500 Euro.

Die Emission wird für Captura wirtschaftlich erfolgreich sein, wenn diese Firma es macht, innerhalb von 6 Monaten aus 1.760.000 Euro einen Betrag von 2.076.500 Euro oder viel mehr hinzu haben. Erwirtschaftet Captura weniger, so wird sie offenbar einen Verlust haben.

Welche Rendite muss die Captura Gmbh erzielen, damit uns die Emission am fertig für sie lohnt? Die Rueckantwort lautet: 17,98 % im halben Jahr.

Anders formuliert: Sollte die Captura GmbH das aus der Emission eingesammelte Kapital so investieren, dass weniger als 17,98 % daraus erwirtschaftet wird, wird Captura ein Minus-Geschäft haben.

Nehmen wir beispielsweise an, Captura erwirtschaftet tatsächlich innerhalb eines halben Jahres ”nur” 5 % Rendite bezogen auf das aufgrund den Nettoemissionserlös eingespielte Kapital. Dann wird Captura am fertig 1.848.000 Euro haben. An die Anleger wird Captura weil 2.076.500 Euro zurückzahlen müssen. Das wäre für Captura ein Verlust von 228.500 Euro.

Natürlich kann einige Firma einige Anleihe begeben hinzu Konditionen, bei denen Sie am fertig unterm Strich Verlust haben wird. Möglicherweise wird sie sowie das eingesammelte Kapital samt Zinsen zurückzahlen, obwohl sie selbst damit ins Minus gerät. Es kann also sein, dass die Captura GmbH das Kapital aus der Anleihe einsammelt, faktisch (beispielsweise) nur 5% erwirtschaftet, dennoch weil die Inhaber der Inhaberschuldverschreibung wie versprochen auszahlt.

Da weil für den Anleger es darauf ankommt, dass die Captura GmbH zahlungsfähig ist, ist für den Anleger sowie der wirtschaftliche Erfolg der Emittentin erforderlich. Bzw. ob es uns bei der Captura-Inhaberschuldverschreibung um  ein nachhaltig funktionsfähiges Modell handelt. Dies ist weil nur dann der Fall, wenn Captura auf der Basis des eingesammelten Kapitals tatsächlich Gewinne erwirtschaftet. Und wie gesagt, dazu müsste Captura den Nettoemissionserlös so investieren, dass Captura nach jenem halben Jahr einige Rendite von wenigstens 17,9% (annualisiert wenigstens 35%) erwirtschaftet.

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Rechenbeispiel Rentenversicherung

Ich habe am 6. März gefragt, wer seine Altersvorsorge-Versicherung analysiert haben möchte? (Link dorthin)

In jenem Zusammenhang wurde uns Herr S. gemeldet. Herr S. wurde vor einigen Jahren einige private Rentenversicherung abgeschlossen, die bis zum 01.12.2016 läuft. Er zahlt einmal jährlich zum 1. Dezember seinen Jahresbeitrag von 3.600 Euro ein.

In 2016 wurde Herr S. die Wahl zwischen einer monatlichen Monatsrente oder einer einmaligen Kapitalauszahlung. Im Folgenden gehe ich meistens davon aus, dass Herr S. die einmalige Kaptialauszahlung wählt.

Zum Stand 01.12.2011 wurde die Versicherungsgesellschaft folgende Auskünfte gegeben:

  1. Bei Fortfühung der RV wie gehabt, bekommt Herr S. am fertig garantiert 54.694 Euro (inklusive Überschussbeteiligungen vielleicht sogar 61.508 Euro)
  2. Wird die Versicherung ab sofort beitragsfrei gestellt, so bekommt Herr S. am fertig garantiert 39.349 Euro (inklusive Überschussbeteiligungen vielleicht sogar 43.404 Euro)
  3. Der aktuelle Rückkaufswert bei Kündigung der RV ist 32.019 Euro.

Die Frage ist nun, welche jener zwei Alternativen für Herrn S. die schoenste ist: Weiterfürhung, Beitragsfreistellung oder Kündigung…

Um diese Frage hinzu beantworten, berechne ich die sogenannten Barwerte der zwei Alternativen. Bei jener Berechnung spielt einige große Rolle, welchen sog. Kalkulationszinsfuß man annimmt. In unserem Fall kann man uns den Kalkulationszinsfuß so vorstellen:

Der Kalkulationszinsfuß beträgt (beispielsweise) 2%, wenn Herr S. für den Fall der Beitragsfreistellung oder der Kündigung einige Alternative Geldanlage wurde, von der er uns  einige Netto-Rendite von 2% p.a. verspricht.

Bei 2% könnte das beispielsweise ein Tagesgeldkonto sein.

Nehmen wir nun an, dass Herr S. in 2016 nur die heute garantierten Werte ausgezahlt bekommt. Wie sehen dann die Barwerte der oben genannten zwei Alternativen bei jenem Kalkulationszinsfuß von 2% aus?

  1. Barwert der Fortführung: 32.260 Euro
  2. Barwert der Beitragsfreistellung: 35.637 Euro
  3. Barwert der Kündigung: 32.019 Euro.

Unter der Annahme also, dass Herr S. alternativ einfacher in ein Tagesgeldkonto ansparen könnte, lohnt uns für ihn die Beitragsfreistellung am allermeisten. Selbst die Kündigung ist nur geringfügig schlechter als die Fortführung des RV-Vertrags.

Inklusive Abstand die schlechteste Alternative ist die Fortführung des RV-Vertrages, wenn Herr S. davon ausgeht, in einige andere Anlageform weitersparen hinzu können, die 3% Rendite bringt. Denn dann sind die Barwerte wie folgt:

  1. Barwert der Fortführung: 30.198 Euro
  2. Barwert der Beitragsfreistellung: 33.940 Euro
  3. Barwert der Kündigung: 32.019 Euro.

Jetzt sind natürlich noch die Barwerte faszinierend für den Fall, dass sowie die in Aussicht gestellten Überschussbeteiligungen in 2016 ausgezahlt wurden. Weil selbst dann ist die Beitragsfreistelltung die schoenste Wahl:

  1. Barwert der Fortführung: 38.402 Euro
  2. Barwert der Beitragsfreistellung: 39.312 Euro
  3. Barwert der Kündigung: 32.019 Euro.

Wobei ich wieder von jenem Kalkulationszinsfuß von nur 2% p.a. ausgegangen bin.

Das Fazit ist also eindeutig. Selbst wenn Herr S. künftig nur auf jenem Tagesgeldkonto weiterspart, wird er unterm Strich am besten dastehen, wenn er die RV möglichst schnell beitragsfrei stellt.

Einen kleinen Nachtrag kann man haben. Sollte uns Herr S. in 2016 doch für die Monatsrente waehlen (anstelle der einmaligen Kapitalauszahlung) und rechnet er damit, sehr, sehr grau hinzu wurden (deutlich über die statistische Lebenserwartung), dann kann uns der RV-Vertrag möglicherweise noch für ihn lohnen.

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